Gewöhnliche und bedeutende Menschen (Vorbilder)

Die herrschenden sog. Eliten lassen stark zu wünschen übrig.

Thema 07/2026

yad yad acharati shreshtas
tad tad evetaro janah
sa yat pramanam kurute
lokas tad anuvartate

"Was auch immer ein bedeutender Mensch tut, dem folgen die gewöhnlichen Menschen. Und nach den Maßstäben, die sie durch ihr Beispiel setzen, richtet sich die ganze Welt." (Bhagavad-gita 3.21)

An dieser Aussage Shri Krishna's scheiden sich die Geister unserer modernen Wegwerfkultur. Was erlaubt sich Shri Krishna überhaupt? Er geht wohl davon aus, dass es 'gewöhnliche Menschen' gibt; eben neben 'bedeutenden' Menschen. Wie kann Er nur? Wir sind doch alle gleichwertig, oder ist Gott etwa parteiisch?

Sehen wir doch einmal, welche Fortschritte die modernen Gesellschaften gemacht haben, nachdem sozialistische Gleichmacherei die politische Welt übernommen hatte. In vielen Schulen klagen die Lehrer darüber, dass der Unterricht nicht wirklich effektiv stattfinden könne, weil das kulturelle Durcheinander in den Klassen geradezu lähmend wirkt; angefangen mit dem Streit, welche Sprache der Lehrer sprechen möchte und auch welches Menschenbild den Schülern als Vorbild dienen soll. Leider aber lenken die Medien von diesen Hemmnissen ab, indem sie vorrangig immer Benachteiligungen von Minderheiten ins Zentrum rücken. Die Dummen dürfen nicht als solche bezeichnet werden, weil sich praktisch jeder unheimlich wichtig vorkommt. Wenn eine Gesellschaft ihre kulturellen Wurzeln abschneidet, um es auch den Allerdümmsten recht zu machen (was nie verwirklicht werden kann!), dann wird sie eingehen. Ja, es gibt auch im deutschen Kulturraum Vorbilder, die als solche herausgestellt werden sollten, zum Beispiel die hoch Gebildete Mathilde von Quedlinburg, die während der Regierungszeit Kaiser Ottos III. von diesem um seine Vertretung gebeten wurde, als Otto dienstlich nach Italien reisen musste. Mathilde bewies überraschendes Geschick bei der Bewältigung politischer Herausforderungen. Die äußerst gelungene Dokumentation des MdR aus dem Jahr 2023 finden Sie hier auf youtube (äußerst sehenswert). Shri Krishna erklärt im 18. Kapitel Seiner Bhagavad-gita, dass Er Selbst verschiedene Arten von Menschen geschaffen hat, damit diese sinnvoll für eine funktionierende Gesellschaft zusammen arbeiten mögen (s. Bhagavat-gita 18.41 bis 44). Es kann mithin nicht gutgehen, wenn wir gescheiterte Existenzen als Staatsführer einsetzen, Geistliche in den Krieg schicken oder das Benehmen der Gosse als Bildungsstil akzeptieren oder gar propagieren. Es ist ja so, dass viele Lehrer sich auf das Niveau in den Schulhöfen erniedrigen, um damit ihre sozialistischen Überzeugungen zum Ausdruck zu bringen und sich dann als vermeintliche Gutmenschen auf die Schultern klopfen können. In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts verstärkte sich dieser Trend. Viele Lehrer gingen abends mit ihren Schülern in die einschlägigen Bars etc., um zu beweisen, wie offen sie für alles sind; Auch schliefen viele Lehrer mit ihren Schülerinnen, und dieses Verhalten wurde stillschweigend gefördert bzw. geduldet; nach dem Motto 'Wer zweimal mit derselben schläft gehört schon zum Establishment'. Diese Entwicklung hielt nicht durchgehend an, sondern das gesellschaftliche Niveau ging eher stufenweise hinab! Das Ergebnis ist, dass selbst nach der Meinung von angesehenen Soziologen die meisten jungen Menschen orientierungslos nicht so recht wissen, was sie tun sollen. Dass die Suizidrate steil nach oben geht dürfte darum nicht verwunderlich sein. Wenn weder Eltern, Lehrer oder Geistliche ein gutes Beispiel geben und selbst die meisten Stars - wie z. B. Heidi Klum - im Verdacht stehen, unerlaubte Machenschaften zu verbergen, dann ist es wahrlich kein Wunder, wenn eine Gesellschaft vor die Hunde geht.

Um es klar zu machen, Shri Krishna erklärt überzeugend, dass Seine Schöpfung sinnvoll angelegt ist, bestehend aus Männern, Frauen, Jüngeren und Älteren, die alle für sich wichtige Rollen spielen, wenn sie denn gewillt sind, ihr Leben zu einem Erfolg zu machen. Wer alles besser weiss und respektlos alle Traditionen in die Tonne klopft geht einer düsteren Zukunft entgegen. Und es ist geradezu verheerend, wenn all diejenigen, die die sozialistischen Tugenden in Frage stellen als sog. Nazis bezeichnet werden. Die Lage ist ernst und zwar so ernst, dass guter Rat teuer ist. In der Ausweglosigkeit der verfahrenen Kulturüberbleibsel muss ein radikaler Weg zumindest angedacht werden, denn schwere Krankheiten werden idR mit starken Medikamenten bzw. Kuren behandelt. Die wahre Therapie muss an die Wurzel rühren, also den sog Geist oder neudeutsch 'spirit'! Der goldene Avatara Shri Krishna Chaitanya (1486 bis 1534 AD) offenbarte die wahren Mittel, wie wir im Kali-Yuga effektiv voran kommen können, hin zur spirituellen Alternative, nämlich dem Weg Zurück zu Shri Krishna!!! Bitte studieren Sie das Leben und das Wirken des Kali-Yuga-Avataras, dessen Erscheinungstag die Vaishnavas dieses Jahr am 3. März feiern! Shri Chaitanya wird in Zukunft - so die Vaishnava-Voraussagen - nach und nach ins Zentrum des Interesses rücken. Hier geht es um relativ lange Zeiträume. Auch die Lehren von Jesus Christus verbreiteten sich nicht über Nacht. Nein es dauerte bereits rund tausend Jahre, bevor sich die letzten Germanen ergaben, und es gibt auch heute noch entlegene Inseln, insbes. im Pazifik, wo noch niemals ein Vater Unser erklang! Gehen Sie darum mit Geduld voran, denn wenn es um den Aufbau einer liebevollen Beziehung mit der Höchsten Quelle geht, gibt es keinen Verlust, weil alle Fortschritte auf dem Weg zurück zu Gott für alle Ewigkeit verbucht werden.

Die sozialistische Gleichmacherei widerspricht dem Geist der göttlichen Ordnung:

Aus der vedischen Offenbarung geht hervor, dass der Schöpfer-Gott, Lord Brahma, an oberster Stelle unseres Universums selbstverständlich die Höchste Autorität für die Lebewesen ist, die er mit unterschiedlichen Gaben ausstattet, damit sie sich sinnvoll ergänzen mögen, zur Freude des Höchsten Herrn, Shri Vishnu.

Fazit:

Die rebellische Einstellung, die die Linken besonders auszeichnet, ist nicht die letzte Wahrheit. Warum sind jedoch viele Lebewesen von Natur aus so rebellisch eingestellt? Hierzu muss man verstehen, dass auch die Rebellion ihre Berechtigung hat, wenn sie im Einklang mit dem kosmischen Meister der Rebellion, Lord Siva, stattfindet. Rebellische Tendenzen können also durchaus als Korrektur der immer wieder auftretenden Missstände verstanden werden. Insofern sorgt die göttliche Trinität, bestehend aus Shri Vishnu, dem Höchsten Herrn, Lord Brahma, dem Schöpfer, und Lord Shiva, dem Zerstörer, für eine höchst vielfältige Lebenssituation für alle Lebewesen. Um nochmal das rebellische Getue der modernen Revoluzzer einzuordnen, möchten wir hier betonen, dass die meisten Querulanten heutzutage als Pseudo-Revoluzzer zu bezeichnen sind, weil sie im allgemeinen nicht verstehen, dass sie die kosmische Ordnung nur stören, ohne einem klaren Plan zum Wohle der Allgemeinheit zu dienen. Lord Shiva schützt solche Elemente letztlich nicht, weil er selbst von Lord Vishnu, korrigiert wird, wenn er zu weit geht. Es ist für links eingestellte Menschen ratsam, mit Maß und Ziel zu agieren, nicht also blindlings einfach nur randalieren. In diesem Sinne kann man den Reformator Martin Luther als ausgewogen bezeichnen. Entscheidend für berechtigte Rebellionen dürfte sein, ob sie einen bleibenden positiven Einfluss auf die allgemeine gesellschaftliche Entwicklung zeitigen. Selbst innerhalb der ISKCON konnten bereits einige berechtigten Korrekturen beobachtet werden, die teilweise durchaus rebellische Haltungen beinhalteten. Zum Glück sprengten kritische Mitglieder der ISKCON bis jetzt nicht den Rahmen der von Shrila Prabhupada gegebenen Ordnung. Jedoch zeigte sich die ISKCON als flexible und lernfähige Organisation zur Freude des Höchsten Herrn und brachte auch viele vorbildliche Gottgeweihte hervor, auf die wir stolz sein können.

Ergänzung:

Zuletzt möchten wir noch auf folgende ultimativen Zusammenhänge hinsichtlich unseres Lebens in der materiellen Welt hinweisen:

Wie oben herausgearbeitet treten im Rahmen der kosmischen Trinität verschiedene Charaktere auf, die miteinander um den besten Weg ringen. Es handelt sich dabei um relative Ansichten, nicht jedoch um absolute Wahrheiten. Insbesondere im politischen Getriebe der Welt geht es fast nie um transzendentale Inhalte. Im Krishna-Bewusstsein hingegen geht es vorrangig um die Entwicklung unserer wahren Natur, die kaum etwas mit unserer materiellen Situation zu tun hat. Auf der transzendentalen Ebene geht es hingegen ausschließlich um das höchste Ideal, nämlich unsere ewige transzendentale Natur als individuelle Diener Shri Krishnas. Alles, was zu dieser spirituellen Selbstverwirklichung führt, steht über unserer relativen, sich stets wandelnden, materiellen Situation, und dieser wichtigste Aspekt unseres Daseins wird besonders von Shri Krishna geleitet, der Sich kaum jemals in unsere materiellen Pläne einmischt. Jedoch kümmert Er Sich ganz besonders um diejenigen, die Ihn zum Mittelpunkt ihres Lebens machen:

samo'ham sarva-bhuteshu
na me dveshyo 'sti na priyah
ye bhajanti tu mam bhaktya
mayi te teshu chapy aham

"Ich beneide niemanden, noch bevorzuge Ich jemanden. Ich bin allen gleichgesinnt. Doch jeder, der Mir in Hingabe dient, ist Mein Freund, ist in Mir, und auch Ich bin sein Freund." (Bhagavad-gita 9.29)

Distanzieren Sie sich darum möglichst von allen nutzlosen Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten, und suchen Sie Zuflucht bei Shri Krishna. Dann lösen sich alle scheinbaren Widersprüche auf, und Sie finden Schritt für Schritt zurück zu Ihrer wahren transzendentalen Natur! Auch werden Sie dadurch immer mehr zu einem wahren Vorbild!!!

Ihr manchmal rebellischer Diener

Parivadi dasa