"Wer nicht mit dem Höchsten verbunden ist, kann weder transzendentale Intelligenz noch einen gefestigten Geist haben, ohne die keine Möglichkeit zum Frieden besteht. Und wie kann es Glück ohne Frieden geben?" (Bagavad-gita 2.66)
Erläuterungen von HDGAC Bhaktivedanta Swami Prabhupada:
"Solange man nicht krishna-bewusst ist, besteht keine Möglichkeit, Frieden zu finden. Im fünften Kapitel (5.29) wird bestätigt, dass man nur dann wirklichen Frieden finden kann, wenn man versteht, dass Krishna der einzige Genießer aller guten Ergebnisse von Opfern und Entsagung, der Eigentümer aller universalen Manifestationen und der wirkliche Freund aller Lebewesen ist. Wenn man also nicht krishna-bewusst ist, kann es für den Geist kein endgültiges Ziel geben. Störung ist auf das Fehlen eines endgültigen Ziels zurückzuführen, und wenn man überzeugt ist, dass Krishna der Genießer, Eigentümer und Freund aller Wesen und aller Dinge ist, kann man mit stetigem Geist Frieden finden. Daher ist es jemandem, der seine Beziehung zu Krishna außer acht lässt, zweifelsohne bestimmt, immerzu zu leiden und keinen Frieden zu finden, mag er auch noch so bemüht sein, Frieden und spirituellen Fortschritt zur Schau zu stellen. Krishna-Bewusstsein ist in sich selbst ein friedvoller Zustand, der nur in Beziehung zu Krishna erreicht werden kann."
Den einleitenden Text aus der Bhagavad-gita sollten Studenten der östlichen Philosophie auswendig lernen, und Yogis bzw. Yoga-Studenten sollten dessen Inhalt verinnerlichen und täglich praktizieren, um innere Unruhe zu bändigen. Im übrigen ist dieser Text ein höchst geeigneter Anknüpfungspunkt für unser Thema Glück!
Jeder Mensch strebt nach Glück. Die Hauptursache für die allgemeine Unzufriedenheit, die ständig zuzunehmen scheint, ist tatsächlich die wachsende Unruhe zwischen Eheleuten, in den Familien und den Kommunen, die Störung des Friedens mittels falscher Versprechungen, sündhafter Propaganda und bewusster Verdrehung kosmischer Zusammenhänge:
- Die Menschen wissen nicht mehr, ob sie Männlein oder Weiblein sind.
- Orientierungslosigkeit ist aufgrund chaotischer schulischer Verhältnisse unvermeidlich.
- Seit der Freud'schen Irrlehren bildet sich jeder, der keinen Halt in familiären Traditionen mehr findet, ein, etwas ganz besonderes zu sein. Dieser extreme Individualismus ist der Nährboden für unrealistische Lebenserwartungen und mithin des gefühlten Scheiterns hinsichtlich der unerfüllten Wünsche, was nicht selten in suizidhaftes Verhalten mündet.
Ja, wir haben uns da etwas vorgenommen was der ein oder andere als eine Anmaßung schlechthin empfinden mag, ist doch GLÜCK nichts anderes als ein wesentlicher, wenn nicht gar der wichtigste
Faktor hinsichtlich der Definition des Lebens. Die vedische Überlieferung ist hier unmissverständlich eindeutig:
Übersetzung: Der Höchste Herr ist von Natur aus voller Freude!!!
Hier handelt es sich um einen dieser Texte, um die uns (die Indienfahrer) die westlichen Miesepeter beneiden!!! Die Vedantisten, also, diejenigen, die die Veden als Höchstes Fundament einer systematischen Philosophie schlechthin ansehen, erkennen, dass der Höchste Herr nicht etwa ein trauriger alter Greis ist, sondern das Höchste Wesen, welches ewig naturgemäß von Freude erfüllt ist und zwar ohne Wenn und Aber!!! Jedes Wesen, welches von der Höchsten Quelle ausgeht, ist mithin ebenfalls potenziell freudvoll. Traurigkeit rührt ausschließlich aus dem Umstand der mehr oder weniger manifestierten Getrenntheit des jeweiligen Lebewesens von der Quelle. Diese Trennung hat das individuelle Lebewesen selbst gewählt und deshalb auch zu verantworten. Es obliegt uns selbst, Schritte zur Wiederherstellung einer freudvollen Verbindung mit dem Höchsten zu unternehmen! Diese RÜCKVERBINDUNG wird von den Vedantisten als YOGA bezeichnet.
Wir wollen zum Abschluss dieser Einleitung zum Thema Glück noch auf die fundamentale Tatsache hinweisen, dass Glücksgefühle im allgemeinen mittels gezielter Handlungen hervorgerufen werden. Solche Handlungen werden vedisch als Tantras bezeichnet. Beispielsweise gibt es genaue Anleitungen dafür, wie man eine Kuh melkt. Wenn wir es richtig tun erhalten wir frische Milch, also das in diesem Zusammenhang gewünschte Ergebnis.
Wie Sie sich sicher denken können, kann dies alles nicht wirklich das allumfassende Glück sein, nach dem wir streben. Um endlich weiter zu kommen, werden wir im nächsten Beitrag ein großes Missverständnis hinsichtlich des Strebens nach Glück aufklären!
Ihr Diener
Parivadi dasa